Einzelner Termin

Me And That Man

Freitag 31.03.17, 19:30 Uhr

Mit der Black- und Death-Metal-Band Behemoth gelangte der polnische Sänger, Gitarrist und Komponist Adam Darski, der sich bereits in seiner Jugend den Künstlernamen der babylonischen Gottheit Nergal verlieh, zu absolutem Weltruhm. Zehn Alben veröffentlichen Behemoth seit ihrer Gründung vor 25 Jahren, die innerhalb der Metal-Szene höchsten Kultstatus genießen und die Band zu einem der bedeutendsten Vertreter des Death Metal aufsteigen ließen. Unter anderem eine schwere Leukämie-Erkrankung von Nergal führte dazu, dass die Geschicke rund um Behemoth ein wenig an Dringlichkeit verloren; stattdessen begann der vielseitig begabte Musiker immer tiefer einzusteigen in die Schönheit und Strahlkraft archaischer Musikgenres wie Blues, Folk, Country und allem Artverwandten. Gemeinsam mit dem Gitarristen John Porter gründete er dazu Anfang 2015 das Solo-Seitenprojekt Me And That Man, das nun Anfang 2017 mit seinem ersten Album „Love Is a Dog From Hell“ überzeugen wird. Im Anschluss geht es auf Europa-Tournee, in deren Rahmen Me And That Man zwischen dem 31. März und dem 6. April auch vier Deutschland-Konzerte in Köln, Frankfurt, München und Berlin spielen werden.

Die 1991 zunächst im Black- und später immer stärker dem Death-Metal zuzurechnende, polnische Band Behemoth ist von der Landkarte des Heavy Metal schon seit über zwei Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken. International zählt die Band, deren einzig konstantes Mitglied seit 1991 ihr Sänger, Gitarrist und Songwriter Adam Darski aka Nergal ist, zu den bedeutendsten Vertretern dieser dunklen und häufig auch satanisch grundierten Metal-Spielart. Und auch Nergal, der extrem streng christlich erzogen wurde und nach einem Weg suchte, mit dieser Kinderstube zu brechen, fiel in der Vergangenheit immer mal wieder durch satanische Bezüge auf. Doch im Kern geht es bei Behemoth um eine schnelle, druckvolle und äußerst mitreißende Version eines düsteren Metal-Sounds, wie man ihn so von Genre-Kollegen nicht oft hört. In seiner Heimat Polen führte dies zu einer Prominenz von Nergal, die ihn bis ins Mainstream-TV spülte, wo er als Coach für „The Voice of Poland“ tätig wurde.

Stets war Nergal überdies getrieben von einem intensiven Interesse an Geschichte – ein Fach, das er sogar trotz des weltweit wachsenden Behemoth-Erfolgs über sechs Jahre nebenbei studierte und mit einem Masters Degree abschloss. Es lag also nahe, dass sich dieser vielseitig interessierte Musiker dereinst auch einmal intensiver mit der Geschichte der Rockmusik auseinandersetzen würde – und ihren Wurzeln zwischen Folk, Country, Blues und ihren vielen anderen archaischen Wurzeln. Konkreter und intensiver wurden diese Beschäftigungen im Rahmen längerer Krankenhausaufenthalte infolge einer – mittlerweile dank einer Stammzellentherapie erfolgreich überwundenen – Leukämie-Erkrankung. Hier saß Nergal häufig tagelang in seinem Krankenzimmer und komponierte auf der akustischen Gitarre Songs, die ebenso klassisch instrumentiert wie kompositorisch simpel gehalten waren und erstmals auch die kraftvolle Gesangsstimme von Nergal in den Vordergrund rückten.

Anfang 2015 mehrten sich sodann die ersten Meldungen eines neuen Seitenprojekts, das Nergal zusammen mit dem englisch-polnischen Gitarristen und Solomusiker John Porter betreibt. Zunächst erhielt man als Information nur den Namen: Me And That Man. In den vergangenen Monaten wurden die Nachrichten nun konkreter. Wie Nergal über die sozialen Medien verbreitete, sei er schon immer ein großer Fan von Künstlern wie Madrugada, Nick Cave, Wovenhand und Leonard Cohen gewesen, „und es dürfte wenige überraschen, dass man diese Einflüsse auch deutlich auf dem Album wird hören können.“ Jenes wird nun für Anfang 2017 angekündigt, und es dürfte sicher viele Fans begeistern – aber auch herausfordern mit einem Sound und einer Klangästhetik, die sie so von Nergal noch nie gehört haben.


Einlass:
18:30 Uhr
Beginn:
19:30 Uhr
Preis:
30,00 €
Veranstalter:
Karten kaufen

Weitere Termine

Kein Kölsch Für Nazis – Festival
Kein Kölsch Für Nazis – Festival
  • 22 April
Eisfabrik
Eisfabrik
  • 02 December
Royal Blood
Royal Blood
  • 23 May
Balbina
Balbina
  • 27 November